Vorlesungsreihe Wintersemester 2019/2020

Das Grüne Gold- Film und Gespräch

17.10.2019 | 20:30 Uhr | Kinoptikum Landshut, Nahensteig 189, 84028 Landshut

Weltweit gibt es kommerziellen Ansturm auf Ackerland – das neue grüne Gold. Die Auswirkungen spüren Hunderttausende von Menschen in den Entwicklungsländern. In Äthiopien, das traditionell von Hungersnot betroffen ist, verpachtet die Regierung in der Hoffnung auf Exporteinnahmen Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Die Folge ist die größte Zwangsvertreibung der heutigen Zeit. Diese Katastrophe wird mit
Entwicklungsgeldern von Institutionen wie der Weltbank mitbefördert

Weitere Veranstaltungen der Klimazeit findet ihr unter:
http://klimazeit.info/

Nur noch kurz die Welt retten? – Ein Vortrag mit Luca Schirmer

12.11.2019 | 19 Uhr | Raum D002

Nur noch kurz die Welt retten? – Kritische Perspektiven auf Entwicklungszusammenarbeit (Luca Schirmer)

https://www.youtube.com/watch?v=xbqA6o8_WC0

„Armut, Krankheit, Elend, Hunger, …“ Kommt dir das auch in den Sinn, wenn du an den globalen Süden denkst? Und zum anderen wo möglich „Wohlstand, Fortschritt, Moderne, …“ zum globalen Norden?
Wir wollen uns damit beschäftigen wie es dazu kommt und welche Probleme damit verbunden sind.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und „Humanitärer Hilfe“. Sehr bewusst und gewollt zeichnet die Spendenwerbung vieler Organisationen in diesem Feld ein vermeintlich besonders erschreckendes Bild von Regionen, in denen sie Projekte umsetzen. Die Darstellung von verhungernden oder scheinbar verwahrlosten Menschen ist keine Seltenheit. Auf diesem Weg lassen sich am effektivsten möglichst viele Spenden generieren. Es wird versucht Mitleid für scheinbar hilfsbedürftigen Personen zu wecken. Gleichzeitig berauben sie so jedoch die „begünstigten“ Menschen ihrer Mündigkeit und ihrer Würde. Wollen Menschen so dargestellt werden? Spiegelt die Darstellung die Lebensrealität der Menschen wider? Repräsentiert das Bild die dargestellte Region? So werden Stereotype kreiert und reproduziert, die unser Bild der bestimmten Weltregion prägen.
Die Veranstaltung wird eine praktische und theoretische Einführung in die kritische Auseinandersetzung mit EZ sein. Mit vielen praktischen Beispielen werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet aus denen EZ als sehr kritisch zu betrachten ist und es werden die damit einhergehenden Probleme und Gefahren erläutert.

Politisches Bildungswochenende in Angersdorf

29.11.2019 – 01.12.2019 | ab 17:30 Uhr | Angersdorf

An einem ganzen Wochenende wollen wir mit euch zusammen unser politisches (Theorie-) Wissen ausbauen. Ziel soll sein, zum einen Grundbegriffe und Grundlagentheorien aus politischen Kämpfen der Ökonomie, Ökologie und des Sozialen zu verstehen und zum anderen Diskussionen darüber zu vertiefen. Abschließend wollen wir an Hand der besprochenen Problemfelder unser utopisches Denken fördern und konkretisieren. Es wird keinerlei Grundwissen vorausgesetzt, sodass jede*r kommen kann, wer möchte. Das konkrete Programm wird nur zum Teil durchgeplant sein, sodass es genügend Raum für eure eigene Ideen und Bedürfnisse gibt. Gleichzeitig wollen wir auch so ein schönes und für alle angenehmes Wochenende zusammen verbringen, zum Beispiel beim gemeinsamen Kochen.

Beginnen wollen wir am Freitag mit einem entspannten Abend. Am Samstag wird es dann aus einer kritischen Perspektive um die drei großen Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales gehen. Sonntags werden wir uns politischen Utopien widmen und abends als Abschluss wer möchte einen Vortrag dazu im Infoladen in Landshut anhören. Da der Hof, auf dem wir sein werden, nicht sehr groß ist, ist die maximale Teilnerhmer*innenzahl auf 15 begrenzt. Genauere Informationen zu dem Wochenende folgen.

Wir freuen uns auf ein schönes und erkenntnisreiches Wochenende mit interessierten Menschen!

Mitveranstalter: Kurt-Eisner-Verein/Rosa-Luxemburg-StiftungBayern; www.facebook.com/kurteisner.verein/; http://bayern.rosalux.de/

Für Gott und Abendland? – Über christliche Studentenverbindungen – Ein Vortrag mit Lucius Teidelbaum

03.12.2019 | 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D002

Jenseits der skandalumwitterten Burschenschaften gibt es eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Formen von Studentenverbindungen. Viele davon verstehen sich explizit als christlich. Im Vortrag soll ein kritischer Blick auf diese christlichen Studentenverbindungen geworfen werden. Auf katholischer Seite sind die Dachverbände Cartellverband, Kartellverband und Unitas die akademische Kaderreserve des katholischen Konservatismus.
Zu den übrigen Studentenverbindungen gibt es neben Trennendem durchaus auch einiges Verbindendes, etwa das Selbstverständnis als Elite oder der Männerbund-Charakter.

Die soziale Dimension des spanischen Bürgerkriegs – Ein Vortrag mit Markus Geisel

14.01.2020 | 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D002

Die soziale Dimension des spanischen Bürgerkriegs – Basisdemokratie, Partizipation und Emanzipation im Antlitz der Barbarei (Markus Geisl)

Jahrhundertealte Spannungen, vermehrt um die Konflikte der Moderne, kamen im Bürgerkrieg zur Entladung. Die reconquista, die Etablierung des spanischen Zentralstaats und die Unterdrückung der eigenständigen Regionen, die Allmacht der Kirche und ihrer Inquisition, die feudale Herrschaft und die Rechtlosigkeit der Bauern, schließlich die zaghaften Anfänge der Industrialisierung, das Aufkommen von Bürgertum und Liberalismus – all das floss zusammen und bildete den Urgrund des Bürgerkriegs. Im Juli 1936 putschte das Militär unter Führung des späteren Diktators Franco gegen die erst im April 1931 ausgerufene Republik. Anders als die Bevölkerung in Deutschland reagierten die Menschen auf diese faschistische Aggression jedoch mit einer, alle Akteur*innen der Republik umfassenden Gegenwehr, die einen Bürgerkrieg von drei Jahren einleitete und von den reaktionären Kräften durch die Mithilfe Hitlers, Mussolinis und Stalins sowie die Zurückhaltung der bürgerlichen Regierungen gewonnen werden konnte.
Doch die Abwehr des Faschismus reichte der Bevölkerung aus Stadt und Land nicht aus: Sie kämpften 1936 nicht nur für die Verteidigung der bürgerlichen Republik, sondern auch für eine soziale Revolution. Mit Ausbruch des Bürgerkrieges begannen die Menschen sich für Basisdemokratie, Partizipation und Emanzipation einzusetzen und ihre Visionen in die Praxis umzusetzen.
Im Vortrag soll auf die Hintergründe des spanischen Bürgerkrieges eingegangen werden, sein Verlauf skizziert werden, die internationale Ebene beleuchtet werden und auf die beteiligten Organisationen und deren Ideen eingegangen werden.

Café Resistenza Termine bis Dezember 2019

| Auftaktvortrag zur Lidice Gedenkfahrt | 03.11.2019 Uhr | Infoladen Landshut, alte Bergstraße 146, Landshut

| Vortrag: Goodbye Kapital|01.12.2019 | 19 Uhr | Infoladen Landshut, alte Bergstraße 146, Landshut

Weitere Veranstaltungen
| Rage Against Abschiebung | 17.10.2019 Uhr |Rocket Club Landshut

Café Resistenza Termine 2019

Café im Mai: Nationalsozialismus in Landshut

05.05.2019, Alte Bergstraße 146, 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Café im Juni: Auftakt zur Aktion „Wohlstand für alle!“

02.06.2019, Alte Bergstraße 146, 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Café im Juli: Rechte Strukturen in Landshut

07.07.2019, Alte Bergstraße 146, 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Nachttanzdemo, Befreiungsparty und weitere Veranstaltungen

In der Nacht vom 30.04 auf den 01.05.1945 wurde Landshut vom Faschismus befreit! Nachdem die letzten SS-Mannschaften aus dem Rathaus geflohen waren, wurde am Turmkranz von St. Martin gegen 03:15 die weiße Fahne gehisst. Der Einmarsch der amerikanischen Truppen in die Altstadt erfolgte zwischen 5 und 6 Uhr morgens. So endete das gewalttätigste Kapitel deutscher Geschichte!
Das wollen wir feiern!

Nachttanzdemo

Start am Bahnhof, 18 Uhr

Ab 18:00 Uhr startet am Bahnhof eine tanzwütige Meute durch die Stadt zum Pavillion auf der Ringelstecherwiese. Vom Lautsprecherwagen aus beschallen euch folgende Djs:
Wird noch bekannt gegeben!

Befreiungsfeier

Alte Kaserne, 20 Uhr

Ab 20:00 Uhr werden dann die Pforten der alten Kaserne geöffnet um weiter die Nacht der Befreiung vom Faschismus zu zelebrieren! Kommt herbei! Wider das Vergessen und Verdrängen! Nie wieder Faschismus!
Das Line-Up folgt in Kürze!

8. Mai – Tag der Befreiung

Achdorfer Friedhof, 18 Uhr
Gedenken an die Opfer des Faschismus

Kinoptikum, 19 Uhr
„Verbrechen Liebe“ Film und Diskussion mit Thomas Muggenthaler

Extreme Rechte in europäischen Regionen

23.05.2019, Neustadt 446, 19:30

Vortrag von Michael Bonvalot, freier Journalist und Sozialarbeiter im Freischütz, Saal im ersten Stock

Vorlesungsreihe Sommersemester 2019

Verantwortung und Mündigkeit in digitalen Zeiten von Lisa Krammel

26.03.2019 | 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D002

Wenn wir wissen, dass wir beobachtet werden verhalten wir uns anders, als wenn wir uns unbeobachtet fühlen. Im heutigen digitalen Zeitalter werden fast alle unsere Handlungen dokumentiert und gespeichert. Wer mit dem Smartphone unterwegs ist und die Zugriffsrechte seiner Apps nicht massiv einschränkt, wird auf Schritt und Tritt verfolgt.

Wer unsere Kommunikationsmedien kontrolliert, hat die Macht uns zu unterdrücken und zu manipulieren. Wenn wir nicht selbst die Verantwortung für unser Handeln tragen, übernehmen andere die Kontrolle über unser Leben, unsere Gedanken und schlussendlich auch unser Handeln.

Privatsphäre und Informationsfreiheit sind wichtige Grundlagen unserer Demokratie. Es geht nicht nur um unser persönliches Wohl, sondern es geht um mehr. Unsere Demokratie ist in Gefahr. Wenn wir auch unseren Kindern ein Leben in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft ermöglichen wollen, müssen wir etwas dafür tun. Demokratie bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Demokratie bedeutet, sich am politischen Geschehen zu beteiligen. Wir alle sind ein Teil des Staats. Wir tragen Verantwortung für unser Handeln.

Um Verantwortung übernehmen zu können, müssen wir zumindest versuchen die Folgen unseres Handelns abzuschätzen. Es ist unmöglich, von heute auf morgen alles richtig zu machen und sich mündig zu verhalten.
Mündigkeit ist Übungssache.

Der Vortrag will auf Gefahren hinweisen, über Verantwortung diskutieren und Wege aufzeigen.

Religionskritik nach Marx und Feuerbach – Ein Vortrag von Manuel Kellner

16.04.2019 | 19 Uhr | Raum D002

In der Tradition der Aufklärung sind verschiedene Argumentationsmuster der Religionskritik entwickelt worden. Die Wahrheit der Dogmen ist bestritten worden. Die einen Aufklärer haben die Priesterschaft des Betrugs zum eigenen Vorteil überführt, die anderen haben die Religion für nützlich zur Disziplinierung des einfachen Volkes erklärt. Wieder andere unterzogen die für heilig erklärten Texte einer eingehenden Kritik.
Mit dem Philosophen und Hegel-Schüler Ludwig Feuerbach kam im 19. Jahrhundert eine Wende in der Religionskritik. Feuerbach ging es nicht mehr um die Wahrheit oder Unwahrheit der Dogmen, sondern er entzifferte sie als Projektionen des menschlichen Wesens und als unbewussten Ausdruck menschlicher Wünsche und Bedürfnisse.
Marx ist von der Kritik der Religion übergegangen zur Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse, insbesondere zur Kritik der kapitalistischen Produktionsweise sowie jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung.
Ob die emanzipatorischen Hoffnungen verwirklicht werden oder nicht, in jedem Falle bleibt der „kategorische Imperativ“ von Karl Marx in Kraft, nämlich „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“.
In der Zwischenzeit nimmt religiöse Befangenheit wieder zu, ungeachtet der Krise der Kirchen. Gerade fundamentalistische und esoterische Formen sind im Aufwind. Das hängt zusammen mit dem Rückgang der Hoffnungen auf Selbstbefreiung im Diesseits.
Bei der kritischen Auseinandersetzung mit der Religion sollte nicht hinter Feuerbach und Marx zurückgefallen werden. Die Denunziation der beruflichen und politischen Nutznießer der verschiedenen Glaubensrichtungen reicht nicht. Gegenüber religiösen Menschen ist einfühlendes Verstehen wichtig: Welche menschlichen Bedürfnisse drücken sich bei ihnen in religiösen Formen aus? Wie können sie für den gemeinsamen Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung gewonnen werden?

Moderne Sklaverei in Deutschland , Referentin Klara Skrivankova

14.05.2019 | 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D002

Moderne Sklaverei gibt es überall auf der Welt, nicht nur in Entwicklungsländern wie dem Sudan, sondern auch im Herzen Europas. Auch in Deutschland werden Menschen gezwungen, unter Bedingungen zu arbeiten, die der Sklaverei ähneln oder de facto Sklaverei sind. Jährlich werden hunderte, sogar tausende Menschen Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit in Deutschland. Frauen sind oft von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffen, Männer werden in Bereichen wie der Landwirtschaft oder auf dem Bau ausgebeutet. Arbeitszeiten bis zu 19 Stunden am Tag kommen vor; die Betroffenen sind nicht in der Position, einzelne Tätigkeiten abzulehnen. Die Entgelte liegen, sofern überhaupt gezahlt wird, deutlich unter dem branchenüblichen Gehalt.
Moderne Sklaverei findet in ganz normalen Wirtschaftsbereichen statt, daher stellt sich zunehmend die Frage nach der Verbindung von Menschenrechten und Wirtschaftsleben, die Frage danach, wie Unternehmen zur Ausbildung von moderner Sklaverei beitragen und welche Verantwortung sie haben.

Vorlesungsreihe Wintersemester 2018/2019

Buchvorstellung „Freiheit ist keine Metapher“: Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik
mit Annette Seidel-Arpaci und Vojin Saša Vukadinović

02.November 2018, 19 Uhr | Kinoptikum

Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen. Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat. Am Beispiel von Antisemitismus, Migration, Rassismus und Religionskritik zeigen rund dreißig Beiträge, wie fatal die Konsequenzen einer Haltung sind, die nur noch in Kollektiven zu denken vermag, die dann entweder als Gruppenidentität eingefordert oder aber ressentimentbeladen bekämpft wird; der als politische Organisationsformen nur noch „Koalitionen“ und „Verbündete“ einfallen und die zudem längst vergessen hat, dass Kritik ein Mittel dazu ist, um schlechte Verhältnisse nicht hinzunehmen.

Saša Vukadinović
ist Herausgeber des Bandes und wird uns erzählen wie es zum Sammelband kam und wird zur Notwendigkeit der hierin geführten Auseinandersetzungen sprechen. Saša ist Historiker und Geschlechterforscher und hat an der FU Berlin zum Thema „Politik des Ressentiments. Antifeminismus, Linksterrorismus, Sexualmoral“ promoviert.

Annette Seidel-Arpacı
ist Autorin eines Beitrages, der sich mit antisemitischem Verschwörungsdenken im deutschen HipHop befasst und wird mit ihrem Vortrag zu diesem Thema das Anliegen des Bandes illustrieren. Annette hat Cultural Studies und Jewish Studies studiert und an der University of Leeds über literarische und kulturpolitische Auseinandersetzungen um Erinnerungspolitik, Antisemitismus, Rassismus und Migration in Deutschland promoviert.

Vortrag mit Thomas Nuding – Mission Lifeline

20.November 2018, 19 Uhr | Hochschule Landshut Raum D 002

Politische Verfolgung, Krieg, Hunger, Klimawandel, bitterste Armut. Fluchtursachen gibt es viele! Jedoch verlässt kein Mensch seine Heimat FREIWILLIG! Schon gar nicht wenn er um die Zustände in Libyen und im Mittelmeer weiß. Jedoch ist es humanitäre PFLICHTAUFGABE dort präsent zu sein, wo unsere Politiker, unsere Regierungen und die EU Menschen wissentlich! sterben lassen, um einen Abschreckungseffekt zu erzielen. Die NGO Mission-Lifeline tritt diesem Sterben aktiv entgegen! Und wird deswegen diffamiert und bekämpft! Vom Versagen der Politik soll abgelenkt werden. Von diesem aktiven Kampf gegen das Sterben im Mittelmeer berichtet an diesem Abend Thomas Nuding von Mission Lifeline eV Dresden, er war schon für mehrere NGO’s im Einsatz: Als Kapitän und Einsatzleiter (Head of Mission)! Um Spenden für
Mission Lifeline wird gebeten

Solikonzert für Mission Lifeline

23. November 2018 | JUZ Poschingervilla Landshut

Einlass 20:00
Beginn 21:00
Alle Einnahmen werden an die Mission Lifeline gespendet

Vortrag mit Peter Bierl – Pädagogik für Arier: Anthroposophie und Waldorfschule

27. November 2018, 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D 002

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule basieren auf der Anthroposophie. Der Journalist Peter Bierl analysiert die okkulte Weltanschauung hinter den Produkten und ihrem Erfinder Rudolf Steiner. Der Mann präsentierte sich als Hellseher und wurde von Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt. Steiner war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Schwarze überhitzte Triebwesen seien und Juden zersetzend wirkten. In der Welt der Anthroposophen spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, finden sich Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum vermischt mit Darwinismus und Kulturpessimismus. Anthroposophen erklären die Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich, die Waldorfpädagogik basiert auf der Vorstellung von Reinkarnation und Karma. Lehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“

Peter Bierl ist freier Journalist und lebt in der Nähe von München. Er schreibt u.a. für Konkret, Jungle World und Rechter Rand. Er ist Autor von „Grüne Braune: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts“ (Unrast-Verlag 2014), „Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn. Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell“ (Konkret-Verlag, 2012) sowie „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ (Konkret, 2005)

Seminar mit Peter Bierl – Einmaleins der Kapitalismuskritik

28. November 2019, 10:00 bis 15:00 Uhr | Hochschule Landshut Raum D 004

Seit der Weltwirtschaftskrise von 2008 hat der Kapitalismus wieder ein schlechtes Image. Die Vorstellungen darüber, was Kapitalismus eigentlich ausmacht, gehen jedoch weit auseinander. Manche unterscheiden Kapitalismus und Marktwirtschaft, andere Finanzwirtschaft und „Realwirtschaft“ als wären es Paralleluniversen. Einige sprechen vom Raubtier- oder Kasinokapitalismus, als ginge es bloß um Auswüchse. Nach rechts anschlussfähig ist die Rede von den Heuschrecken ebenso wie die Chiffre von der Herrschaft der internationalen Hochfinanz.
Das Seminar mit Peter Bierl bietet eine Einführung in die Kapitalismuskritik. Der Referent skizziert die wichtige historische, aktuelle und populäre Varianten und konfrontiert diese mit der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx. Dieser analysierte das Kapital als dynamisches Verhältnis, entwickelte eine Geld- und Krisentheorie und beschäftigte sich mit Aktiengesellschaften als am weitesten entwickelte Form des Kapitals.
Profitmaximierung und Akkumulation von Kapital sind der Zweck der Veranstaltung, nicht die Befriedigung von Grundbedürfnissen. Dafür sind Fabriken und Büros, Banken und Börse, Kaufladen und Supermarkt gleichermaßen notwendig, ein integriertes System aus Produktion, Finanzen und Handel.
Der Referent Peter Bierl ist freier Journalist und Verfasser des Buches „Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn – Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell“ (2012).

Vortrag mit Anna Seidel
„Popfeminismus und Kritik – Beyoncés Herstory, Marketplace Feminism und warum es kompliziert bleibt“

12. Dezember 2018, 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D 002

Pop und Feminismus gehen längst Hand in Hand. Von den Riot Grrrls in den USA Anfang der 90er-Jahre bis zum zehnten Geburtstag vom popfeministischen Missy Magazine ist einiges passiert: die Spice Girls, Kerstin Grethers Zuckerbabys, Beyoncé flawless bei den MTV Video Music Awards…
Anna Seidel wird anhand dieser und anderer Schlaglichter einführend über die Verknüpfung von Pop und Feminismus sprechen und der Frage nachspüren, wie das eigentlich zusammengeht.

Buchvorstellung mit Alexander Neupert, Jan Hoff und Julian Bothe -
Konkrete Utopie: Autonomie und Solidarische Lebensweise

14. Januar 2019, 19 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D 002

Konkrete Utopien bezeichnen, nach dem Philosophen Ernst Bloch, bestehende Möglichkeiten, die verwirklicht werden sollten. Es bleibt dabei Aufgabe von Kritik und Politik zu diskutieren, welche vorliegenden Möglichkeiten zu verwirklichen wären. Damit ist schon die Frage nach normativen Maßstäben für Utopien gestellt.
In dem von Alexander Neupert-Doppler herausgegebenen Band ‚Konkrete Utopien – Unsere Alternativen zum Nationalismus‘ veröffentliche Jan Hoff einen Artikel über ‚Autonomie als emanzipatorisches Grundprinzip‘, Julian Bothe einen weiteren Beitrag über ‚Solidarische Lebensweise als globale Sammelutopie‘.
Wie aber können autonome Selbstbestimmung und globale Verantwortung zusammenkommen? Darüber soll an diesem Abend vorgetragen und beraten werden.

Julian Bothe hat Geographie und Sozialwissenschaft studiert und promoviert zu den sozialen Prozessen der Energiewende an der Universität München. Er ist bei ‚Ende Gelände‘ aktiv.

Dr. Jan Hoff ist promovierter Historiker und habilitierter Politikwissenschaftler. Zudem ist er in der außerakademischen Erwachsenenbildung aktiv, u.a. bei gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen.

Dr. Alexander Neupert-Doppler forscht und publiziert u.a. zum Thema Utopie. Bisher erscheinen der Band ‚Utopie‘ (2015), ein Beitrag in ‚Staat und Politik bei Ernst Bloch‘ (2016), ‚Der utopische Imperativ – Herbert Marcuse, 1968 und die Neue Linke‘ (2017) und zuletzt ‚Konkrete Utopien – Unsere Alternativen zum Nationalismus‘ (2018).

Seminar mit Dr. Alexander Neupert-Doppler
Kritische Theorie und Utopie – Zwischen Bilderverbot & Grundriß

14. Januar 2019, 10 Uhr | Hochschule Landshut, Raum D 004

In Kreisen die sich für die Kritische Theorie der Gesellschaft interessieren, wird aus dem Vorbehalt, nichts Endgültiges über eine post-kapitalistische Gesellschaft dogmatisch vorzuschreiben, gerne ein Verbot gemacht, nämlich nicht über mögliche Zukünfte zu reden. In der Tat sprach Theodor W. Adorno davon, es sei „um der Utopie willen zu verbieten, von der Utopie ein Bild zu machen“, befürchtete aber an derselben Stelle, es tendiere „dieses Verbot einer konkreten Aussage über die Utopie dazu, das utopische Bewusstsein selber zu diffamieren und das zu verschlucken, worauf es ankäme, nämlich diesen Willen, dass es anders ist“. Wie aber können wir etwas wollen, ohne zu sagen wie es wäre? Worauf sich Kritik beschränken darf, zu sagen was nicht-mehr sein soll, ist keine Option für Politik, die viel mehr sagen muss, was noch-nicht ist, aber sein sollte. Praktisch ist bereits Widerstand gegen Bestehendes oder Schlimmeres immer schon Positionierung für den Status quo oder etwas Mögliches. Es wird also darüber zu reden sein, wie – unter Vorbehalt – über Utopien gesprochen werden kann ohne dogmatische Rezepte zu liefern.

Dr. Alexander Neupert-Doppler arbeitet als Bildungsreferent bei der Sozialistischen Jugend / Falken Hannover. 2013 erschien sein Buch gegen die Widrigkeiten des ‚Staatsfetischismus‘, 2015 der Band ‚Utopie‘, der 2018 durch einen Sammelband über konkrete Möglichkeiten ergänzt wurde. Noch nicht veröffentlich ist das dritte Buch über den Begriff ‚Kairos‘ – politische Gelegenheiten.

Film und Gespräch mit Matthias Coers – DAS GEGENTEIL VON GRAU

22. Januar 2018, 19 Uhr | Kinoptikum

Von Freiraum- und Wohnkämpfen über Solidarische Landwirtschaft bis hin zur Refugees’ Kitchen. Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.
Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Ein Dokumentarfilm von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
D 2017 90 min. | deutsch / OmU englisch / griechisch | FSK ab 0freigegeben

Bisher hatte der Film 120 Aufführungen in der BRD, den Niederlanden, Griechenland, Kosovo, der Schweiz und Österreich, 50 davon fanden in Kinos statt.

Ausführliche Informationen und der Trailer finden sich auf den Webseiten http://gegenteilgrau.de und http://zweischritte.berlin.