Archiv für Januar 2013

Vortrag von Stephan Grigat „Die Einsamkeit Israels – Der globale Antisemitismus und die aktuelle Situation im Nahen Osten“ zum nachhören als Audiomitschnitt auf dem blog

Unter der Kategorie zum nachhören… findet sich ab jetzt auch der Vortrag von Stephan Grigat „Die Einsamkeit Israels – Der globale Antisemitismus und die aktuelle Situation im Nahen Osten“ vom 12. Dezember als Audiomitschnitt.

Vortrag von Markus End am 16.01.: Antiziganistische Zustände

16. Januar 2013, 18.45 Uhr | Hochschule Landshut, BS 002

Vortrag & Diskussion:
Antiziganistische Zustände

Mit: Markus End (Mitherausgeber des Sammelbandes „Antiziganistische Zustände“, promoviert in Berlin zu Semantiken des Antiziganismus)

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und aktuelles Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als „Zigeuner“ stigmatisiert, häufig kriminalisiert, diskriminiert und sind von gewalttätigen Übergriffen bedroht. Im Input wird eine Einführung in die lange Geschichte und die gegenwärtigen Praxen des Antiziganismus in Europa gegeben. Danach wird versucht, mögliche Erklärungsansätze zu erläutern. Dabei
werden die Stereotype nach ihrem Entstehungszusammenhang und ihrer Funktion bei der Herausbildung einer bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft hinterfragt.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

Vortrag mit Heinz Jürgen Voss: Die Auslöschung geschlechtlicher und sexueller Ambiguität seit der europäischen Moderne

09. Januar 2013, 18.45 Uhr | Hochschule Landshut, BS 002

Vortrag & Diskussion:
Die Auslöschung geschlechtlicher und sexueller Ambiguität seit der europäischen Moderne

Mit: Heinz Jürgen Voss (Forscher zu historischen und aktuellen biologischen und medizinischen Geschlechtertheorien und ihrer gesellschaftlichen Einbindung)

Erst mit der aufkommenden europäischen Moderne etablierte sich die massive Problematisierung von Sexualitäten und Geschlechtlichkeiten. Zentral war hierbei schließlich die Medizin, die zahlreiche sexuelle Verhaltensweisen und geschlechtliche Merkmale als „unnormal“ und „pathologisch“ „erkannte“. Im Input und der anschließenden Diskussion wird, ausgehend von einem Blick auf diese Problematisierungen, herausgearbeitet, wie sich die starren sexuellen und geschlechtlichen Identitäten und Normen herausgebildet haben und wie davon abweichende Verhaltensweisen und körperliche Merkmale zunehmend pathologisiert wurden und getilgt werden sollten. Es wird der Frage nachgegangen, wie Europa toleranter gegenüber Mehrdeutigkeiten werden könnte.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.