Überblick der kommenden Veranstaltungen im Wintersemester 2014/2015

Vortrag und Workshop: Einführung in die Kritische Theorie
10. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Vortrag und Diskussion: Vorurteile gegenüber Geflüchteten in Deutschland und Europa
16. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Vortrag und Diskussion: Politik und Terror: Versuch einer Analyse des Aufstiegs der IS-Terrormiliz
08. Januar 2015, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Wir als Studierende der Fakultät Sozialer Arbeit verstehen uns als Zusammenschluss, der offensichtliche und versteckte Grenzen und Hürden dieser Gesellschaft aufzeigen will.
Hierzu organisieren und veranstalten wir Vorträge und Workshops mit Einflüssen aus den Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit. Unsere Angebote richten sich jedoch nicht nur an Angehörige der Profession Sozialer Arbeit, sondern an alle Interessierten.
Falls ihr Interesse daran habt uns und unsere Inhalte näher kennenzulernen oder Interesse an einer Mitarbeit bei uns besteht, laden wir euch zu unserem Offenen Treff ein. Dieser findet während der Vorlesungszeit an jedem ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr im Schwarzen Hahn statt.

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Vortrag und Workshop
Einführung in die Kritische Theorie

10. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Der offene Vortrag soll einen Einblick in die Kritische Theorie bieten, wie sie vornehmlich von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno entwickelt wurde. Neben einer geschichtlichen Herleitung und der kurzen Bezugnahme auf theoretisch Referenzen, wie das Werk von Marx und Freud, soll in einem Workshop-Setting auf zentrale Fragen eingegangen werden, mit denen sich die Autoren in ihrem Werk beschäftigten. Weshalb konnte die aus der Aufklärung resultierende Selbstbehauptung des Subjekts und die Befreiung des Menschen von übermächtigen Gewalten in Barbarei regredieren, anstatt in einem vernünftigen Zustand der Welt zu münden und was bedeutet vor dem Hintergrund des Ausbleibens einer emanzipatorischen Revolution Adornos oft aufgegriffene Formulierung von der „Wendung aufs Subjekt“? Der Vortrag wird sehr offen und flexibel gestaltet, sodass die Teilnahme nicht von Vorkenntnissen abhängig ist.

Mit: Till Seidemann (Mitglied von (in)visible borders und Sozialpädagoge (BA))

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Vortrag und Diskussion
Vorurteile gegenüber Geflüchteten in Deutschland und Europa

16. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Anlässlich der gestiegenen Zahl von Asylsuchenden in Deutschland wird vielerorts über die Unterbringung von und den Umgang mit Flüchtlingen gestritten. Oft sind dabei rechte Hetzer und jede Menge rassistische Ressentiments am Werk. Aber auch aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft wird versucht in „Gute“ und „Schlechte“ Flüchtlinge zu unterteilen und das gesellschaftliche Klima insgesamt nach rechts zu verschieben. Schon kommt es wieder zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffen auf Geflüchtete. Das aktuelle Chaos in der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen, gerade in Bayern, hat aber eher zu einer Welle der Solidarität und des ehrenamtlichen Engagements denn zu rassistischer Ablehnung geführt. Es wehren sich immer mehr und mehr Menschen gegen die Hetze und den aufkeimenden Rassismus und setzen sich für Flüchtlinge ein. Sie haben nicht nur die Menschlichkeit, sondern auch die Fakten auf ihrer Seite.

Mit: Markus Geisel (Mitglied von (in)visible borders, Sozialpädagoge (BA) und beim Bayerischen Flüchtlingsrat)

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Vortrag und Diskussion
Politik und Terror: Versuch einer Analyse des Aufstiegs der IS-Terrormiliz

08. Januar 2015, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Die Terrormiliz Islamischer Staat wurde hierzulande erst wahrgenommen, als sie mit einem raschen Eroberungszug die irakische Großstadt Mossul eingenommen hat. Dies war ein spektakulärer Auftritt auf die politische Bühne und damit begann zugleich auch die Verfolgung und Auslöschung der yezidischen und christlichen Minderheiten in den von ihr eroberten Regionen. Inzwischen kontrolliert IS-Terrormiliz große Teile von Irak und Syrien, wo sie eine Schreckensherrschaft errichtet hat. In dem Vortrag geht es darum, die historischen, politischen und sozialen Hintergründe des raschen Aufstieges der IS-Terrormiliz aus einer gesellschaftskritischen Perspektive zu analysieren. In diesem Zusammenhang wird einerseits der religiöse Diskurs in den Gesellschaften des Nahen Osten ebenso wie die repressive Politik der gegenwärtigen Regime einer kritischen Betrachtung unterzogen. Andererseits wird aber auch die Frage nach der Rolle und den Auswirkungen des westlichen Kolonialismus sowie der gegenwärtigen Politik des „Westen“ im Nahen Osten näher beleuchtet.

Mit: Prof. Dr. Mihri Özdoğan (Professor an der Hochschule Landshut)