Archiv für März 2015

Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Anetta Kahane: „Refugees Welcome – Wie gemeinsam Willkommenskultur gestaltet werden kann“
01. April 2015 , 19:00 Uhr | Hochschule Landshut ZH 012/013
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Stephan Dünnwald: „Europäische Flüchtlingspolitik nach Lampedusa“
08. April 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Fanny Müller-Uri: „Es herrscht Ver|wir|rung im Abendland“
22. April 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Markus End: „Was heißt denn hier „Armutszuwanderung“?
13. Mai 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Christian Peucker: „Geflüchtete Kinder und Jugendliche und Kinder- und Jugendhilfe“
20.Mai 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Matthias Weinzierl: „Über das Projekt Bellevue di Monaco“
03. Juni 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Marianne Schulze: „Flüchtlinge mit Behinderungen: die unsichtbare Diskriminierung“
24. Juni 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Podiumsgespräch: „Willkommenskultur in Deutschland – Wer flüchten darf entscheiden wir!“
01. Juli 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Die Auflösung von Grenzen in einer globalisierten Welt ist eine Illusion, die sich als obsolet erweist, sobald man sie vor dem Hintergrund der politischen Umgangspraxen mit geflüchteten Menschen und der entsprechenden politischen wie gesellschaftlichen Diskussion über Migration betrachtet. Vorteile entstehen lediglich für den von globalen Konzernen betriebenen kapitalistischen Warenverkehr, wie für Angehörige privilegierter Staaten. Das Versprechen einer weltweiten Nivellierung des Wohlstands, wird durch die schonungslose Realität anwachsender kriegerischer Konflikte negiert. Die vollendete Negation emanzipatorischer Entwicklung findet in den grenzenlosen Kämpfen fundamentalistischer Gruppierungen und mörderischer Racket-Herrschaften auf tragische Weise zu sich selbst. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verwerfungen in den arabischen und afrikanischen Staaten, lässt sich Migration immer weniger steuern. Dennoch versuchen die westlichen Staaten, vor Krieg und Terror geflüchteten Menschen, weiterhin in alt bekannter Manier mit Ausgrenzung und Ausschluss zu begegnen.
In der medialen wie politischen Vermittlung dieser Bewegungen sind dabei vermehrt kulturalistische Ressentiments zu finden, die in unverhohlen rassistischen Szenarien vor Überfremdung warnen, migrationsgesellschaftliche Realität ausblendend. Im Rahmen der Ringvorlesung, die in Kooperation der Studierendengruppe (in)visible borders mit der Fakultät Soziale Arbeit entstand, soll es darum gehen durch Vorträge eine Plattform für eine kritische Auseinandersetzung mit ideologisch aufgeladenen Praktiken gesellschaftlicher Exklusion zu schaffen.
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