Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Vernissage zur Ausstellung:“Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“

28. April 2014, 18.30 Uhr | Hochschule Landshut


Vernissage zur Ausstellung: „Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“ der Schüler*innen des P-Seminars Geschichte des Hans Carossa Gymnasiums

Mit:
den Schüler*innen und Lehrer*innen des P-Seminars sowie dem Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, Prof. Dr. Stefan Borrmann.

Anlässlich des 75 jährigen Gedenkens der Reichspogromnacht erstellte das P-Seminar Geschichte unter der Leitung von Herrn Gervasoni die Ausstellung „Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“. Gelungen wird hier die Möglichkeit geschaffen, Hintergründe über die Judenverfolgung in Landshut im Allgemeinen als auch über die Biographien von jüdischen Familien zu erfahren.
Die Ausstellung kann werktags bis zum 08.05.2014 am Lichthof der HAW im Rahmen der Hochschulöffnungszeiten besucht werden.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartner*Innen und Unterstützer*Innen:

Rosa Luxemburg Stiftung/ Kurt Eisner Verein
Petra Kelly Stiftung
Kommunale Jugendarbeit Landkreis Landshut
Amadeu Antonio Stiftung
Anne Frank Fonds
Dr. Hildegard Hansche Stiftung
Hans Böckler Stiftung
IG Metall
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Hochschule Landshut
Studierendenvertretung Landshut

Thementag 8.Mai dem Tag der Befreiung “ Wider das Vergessen und Verdrängen“

08. Mai 2014, 18.00 Uhr | Hochschule Landshut, Audimax


Thementag 8.Mai dem Tag der Befreiung “ Wider das Vergessen und Verdrängen“

Programm:
18.00 Uhr – Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Stoffel, den Präsidenten der Hochschule und Herrn Rampf, den Oberbürgermeister der Stadt Landshut.

18.15 Uhr Podiumsgespräch zum Thema „Die Zukunft der Erinnerung“ mit der Auschwitz Überlebenden Esther Bejarano, ihrem Sohn Joram Bejarano und dem Pädagogen und Rapper Kutlu Yurtseven. Moderiert von Prof. Dr. Stefan Borrmann, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit

19.45 Uhr Lesung von Esther Bejarano aus ihrem Buch „Wir leben trotzdem“

20.15 – 20.30 Pause zum kurzen Austausch, Verarbeiten und zur Stärkung am Buffet.

20.30 – 22.00 Konzert mit „Bejarano und Microphone Mafia“

22.00 – 23.30 -Ausklang mit DJ MFDO

Der Thementag 8. Mai: „Wider das Vergessen und Verdrängen“ ist ein Versuch, der Grenzziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart entgegenzuwirken. Um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Geschichte, durch welche die Wiederholung des Nationalsozialismus zu verhindern wäre, anzustoßen, möchten wir Interessierten die Möglichkeit geben, sich auf sachlicher, kultureller und zwischenmenschlicher Ebene mit der Vergangenheit und ihren Nachwirkungen auseinanderzusetzen.

Details zum Programm und den Personen:

Podiumsgespräch.
Herr Prof. Dr. phil Borrmann befindet sich im Gespräch mit Esther und Joram Bejerano sowie Kutlu Yurtseven. Hierbei werden die Erfahrungen Esther Bejaranos bezüglich ihres Lebens im Land der Täter_innen sowie die politischen und pädagogischen Möglichkeiten gegen das Vergessen und Verdrängen betrachtet.

Joram Bejarano
Joram Bejarano ist Berufsmusiker und gründete gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester Anfang der 1980er Jahre die Band Coincidence und gestaltet heute das Projekt Bejarano & Microphone Mafia mit.

Kutlu Yurtseven
Kutlu Yurtseven arbeitet als Pädagoge und ist als Rapper bei der Band Microphone Mafia kreativ tätig. Mittels der Förderung von Selbstwertgefühl und Sprache versucht er, Jugendliche zu befähigen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Zudem hält er Vorträge und leitet Fortbildungen an Universitäten und Schulen zur „intermenschlichen“ Verständigung.

Esther Bejarano
Esther Bejarano ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Auschwitz Mädchenorchesters.
Sie wurde 1941 in das Zwangsarbeitslager Neuendorf und dann 1943 nach Auschwitz deportiert. Durch ihre Meldung zum Mädchenorchester konnte sie dem Tod und der körperlichen Zwangsarbeit entgehen. Nach ihrer Verlegung ins KZ Ravensbrück konnte sie 1945 von einem Todesmarsch fliehen.
Nach dem Krieg emigrierte sie nach Israel, kehrte aber nach 15 Jahren gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland zurück.
Esther Bejarano ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Auschwitz Komitees, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA und Trägerin zahlreicher Auszeichnungen wie zum Beispiel des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse.
Bis heute ist sie aktiv im Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus.

Bejarano & Microphone Mafia
Microphone Mafia wurde 1989 als multilinguales Rap-Projekt gegründet. Im Jahr 2009 schlossen sie sich mit Coincidence zusammen und verbinden seither die Erfahrungen einer Überlebenden des Nationalsozialismus mit aktuellen Momenten des Widerstands gegen Faschismus, Rassismus und Neonazismus.
Dabei trifft traditionelle jiddische Musik auf modernen HipHop, Lieder aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus verbinden sich mit Lyrics aus acht verschiedenen Sprachen. Auch wenn manche Stücke betroffen machen, so strahlen die meisten Optimismus aus, sind so vielschichtig wie das Leben selbst, und trotz aller Höhen und Tiefen ein uneingeschränktes „Ja!“ zum Leben.

Weiterführende Links: hier und hier
Informationen zur Lesung hier
Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartner*Innen und Unterstützer*Innen:

Rosa Luxemburg Stiftung/ Kurt Eisner Verein
Petra Kelly Stiftung
Kommunale Jugendarbeit Landkreis Landshut
Amadeu Antonio Stiftung
Anne Frank Fonds
Dr. Hildegard Hansche Stiftung
Hans Böckler Stiftung
IG Metall
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Hochschule Landshut
Studierendenvertretung Landshut

Überblick der kommenden Veranstaltungen der Reihe „(in)visible borders“ im Wintersemester 2012/2013

07.11.2012, 18:45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

„Das europäisches Grenzregime zwischen arabischen Frühling und Krise“

Mit: Bernd Kasparek (Mitherausgeber des Sammelbandes „Grenzregime. Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa“ und promoviert in Göttingen im Bereich der kritischen Migrationsforschung)

28.11.12, 18:45 Uhr im Kinoptikum

Filme:

„Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

  • Die Massaker von Sétif – Ein anderer 8. Mai, OmU

Dokumentation, 53 Minuten; Frankreich 2003; Regie: Mehdi Lallaoui/Bernard Langlois. 

 

  • Auch Afrikaner haben das Elsass befreit, OmU

Dokumentation, 26 Minuten; Frankreich 1994; Regie: Jean Marie Fawer 

12. Dezember 2012, 18.45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

 


„Die Einsamkeit Israels – Der globale Antisemitismus und die aktuelle Situation im Nahen Osten“

 

Mit: Dr. Stephan Grigat (Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Universität Wien)

13. Dezember 2012, 11:00 Uhr

Seminar:

„Kritik des Antisemitismus – Kritische Theorie des Zionismus“

 

Mit: Dr. Stephan Grigat

09. Januar 2013, 18.45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

„Die Auslöschung geschlechtlicher und sexueller Ambiguität seit der europäischen Moderne“

 

Mit: Heinz Jürgen Voss (Forscher zu historischen und aktuellen biologischen und medizinischen Geschlechtertheorien und ihrer gesellschaftlichen Einbindung)

16.01.2013, 18:45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

 

„Antiziganistische Zustände“

 

Mit: Markus End (Mitherausgeber des Sammelbandes \“Antiziganistische Zustände\“ und promoviert in Berlin zu Semantiken des Antiziganismus)

Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr in Kürze auf dem Flyer und regelmäßig hier auf dem Blog

Vortrag und Film am 3.7.2013: Das Problem heißt Rassismus

03.07.2013, 20:30 Uhr|Kinoptikum Landshut

Vortrag der Karawane für Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen München und der Film „The Trues lies in Rostock“

Im Mai dieses Jahres jähren sich zwei historische Ereignisse zum zwanzigsten Mal: Die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch den sogenannten „Asylkompromiss“ und der rassistisch motivierte Brandanschlag auf das Haus der Familie Genc in Sollingen 1993, durch den fünf Familienmitglieder getötet wurden. Diese Ereignisse geschahen in einer rassistischen Atmosphäre, in der Politik und Öffentlichkeit Angst und Hass gegenüber Migrant_innen schürten und rassistische Gewalt verharmloste, während im allgemeinen Einheitstaumel deutscher Nationalismus wieder salonfähig wurde.

Aber dennoch sollte die Zeit der frühen Neunziger nicht isoliert als bloße historische Etappe betrachtet werden: So können die Progrome der Neunziger nicht ohne die Weg bereitenden Stimmungen und Politiken der siebziger und achtziger Jahre verstanden werden. Außerdem lassen sich heute weitere rassistische Kontinuitäten, zum Beispiel im Diskurs um „Armutseinwanderung aus Osteuropa“ erkennen.

An diesem Abend wollen wir diese rassistischen Kontinuitäten in der BRD seit den siebziger Jahren nachzeichnen und anschließend den Film „The Truth lies in Rostock“ von 1993 über das Progrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 zeigen. (Dokumentarfilm von Mark Saunders und Siobhan Cleary, BRD, Großbritannien 1993, 78min)
Die beiden Referenten sind bei der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen München aktiv.

Die Veranstaltung ist auch auf facebook zu finden.

Vortrag mit Alice Halmi: Zwangspsychiatrie im Widerspruch zu den Selbstbestimmungsrechten

12. Juni 2013, 18.45 Uhr | Hochschule Landshut, BS 002

Vortrag & Diskussion:
Zwangspsychiatrie im Widerspruch zu den Selbstbestimmungsrechten

Mit: Alice Halmi (Politologin und seit langem engagiert beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener BerlinBrandenburg e.V. und bei der Irren-Offensive e.V. im Werner-Fuß- Zentrum in Berlin)

Thema dieses Vortrags ist das Aufzeigen der gesellschaftspolitischen und rechtlichen Unterscheidung zwischen ‚Normal‘-BürgerInnen und der Anderen, die aufgrund einer psychiatrischen Diagnose ihrer elementaren (Menschen-)Rechte enteignet werden. So wird Letzteren, im Status der angeblich „psychisch Kranken“ letztendlich auch ihr Menschsein aberkannt. Sie werden zwangsweise weggesperrt, zwangsbehandelt und mittels „rechtlicher Betreuung“ entmündigt. Ausgegrenzt und nicht ernst genommen, werden sie von der Psychiatrie (einschließlich ihres gemeindepsychiatrischen Apparates und durch sonstige Instanzen) der Verantwortung für ihr Denken, ihre Handlungen und so der Sorge um sich enthoben.
Andererseits sollen sie nach Durchlaufen der Psychiatrie wieder als Arbeitskraft zur Verfügung stehen und sich in das gängige und gleichzeitig schwerlich definierbare Bild eines „gesunden“ Menschen einfügen und den gesellschaftlichen Normen anpassen. Herrschende Meinung sowie herrschendes Paradigma in der Medizin und der Psychologie ist, dass dies zum „Wohle“ der Betroffenen geschehe und ein therapeutischer Vorgang sei. Im Widerspruch dazu steht nicht nur das auch grundrechtlich verankerte Selbstbestimmungsrecht, sondern das ansonsten in der Medizin geltende Prinzip des „informed consent“ (informierte Zustimmung).
Alice Halmi wird in ihrem Vortrag die Praxis der Zwangspsychiatrie skizzieren, einen Überblick derer gesetzlichen Grundlagen geben und den Widerspruch zu den Grund- und Menschenrechten (wie auch der UN Behindertenrechtskonvention) benennen und den TeilnehmerInnen der Veranstaltung zur Diskussion stellen sowie – je nach Interesse – verbundene Themen. Abrundend wird die PatVerfü, das unter www.patverfue.de nichtkommerziell herausgegebene Formular einer Patientenverfügung, als schützendes Instrument zur Wahrung der Selbstbestimmung vorgestellt. Das offene Ende der Veranstaltung soll dann genügend Raum für die Besprechung diesbezüglicher Fragen bieten.

Wer sich schon vorab näher mit der Thematik auseinandersetzen möchte findet hier und hier Informationen zur einführenden Lektüre.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.