(in)visible borders - gesellschaftliche Grenzen aufzeigen http://invisibleborders.blogsport.de Eine Veranstaltungsreihe an der Hochschule Landshut Mon, 23 Nov 2015 20:44:10 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Veranstalltungen Wintersemester 2015/16 http://invisibleborders.blogsport.de/2015/11/23/veranstalltungen-wintersemester-201516/ http://invisibleborders.blogsport.de/2015/11/23/veranstalltungen-wintersemester-201516/#comments Mon, 23 Nov 2015 20:44:10 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2015/11/23/veranstalltungen-wintersemester-201516/ Pädagogik für Arier
Die Grundlagen der Waldorfpädagogik

01.Dezember 19 Uhr| Hochschule Landshut BS002

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die Weltanschauung, die dahinter steckt. Der Journalist Peter Bierl, Autor des Buches „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister“, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher präsentierte, von Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Die Deutschen rechnete der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu, die Jahrtausende führend sein soll. In Steiners Welt spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus. Getreu ihrem Meister erklären Anthroposophen heute Tsunami und Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich für einen angeblich besonderen Materialismus der Japaner. Solche bizarren Vorstellungen prägen die Waldorfschule, ihre ideologische Grundlage ist die Idee von Reinkarnation und Karma. Lehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“

Peter Bierl ist freier Journalist und lebt in der Nähe von München. Er schreibt u.a. für Konkret, Jungle World und Rechter Rand. Er ist Autor von „Grüne Braune: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts“ (Unrast-Verlag 2014), „Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn. Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell“ (Konkret-Verlag, 2012) sowie „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ (Konkret, 2005)

Die Einsamkeit Israels
Zionismus, die israelische Linke & die iranische Bedrohung

Buchpräsentation mit Stephan Grigat

14.Januar 19 Uhr | Hochschule Landshut BS002

In der deutschsprachigen Nahost-Diskussion trifft man immer wieder auf die Behauptung, der Antisemitismus in den arabischen und islamischen Ländern sei ein Resultat des Nahost-Konflikts. Dagegen soll verdeutlicht werden, inwiefern der arabische und islamische Antisemitismus eine der zentralen Ursachen dieses Konfliktes ist, dessen Verlauf maßgeblich bestimmt hat und bis heute prägt.
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus. Einer seiner Hauptprotagonisten ist heute das iranische Regime. Dass die im Antizionismus angelegten Vernichtungsphantasien nicht Realität geworden sind, verdankt sich einzig und allein der israelischen Staatsgewalt.
Heute gilt es, sich einen Begriff von der Einsamkeit des jüdischen Staates zu machen und den Ressentiments entgegenzutreten, die jenem Staat, der in Reaktion auf den Antisemitismus und als Konsequenz aus der Shoah gegründet wurde, keineswegs zufällig in den postnazistischen Gesellschaften Deutschlands und Österreichs in besonderem Ausmaß entgegenschlagen.

Stephan Grigat: Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung. Hamburg: Konkret 2014, 184 Seiten, 19,- Euro

Stephan Grigat ist Gastprofessor an der Justuts-Liebig-Universität Gießen und Wissenschaftlicher Direktor des Bündnisses STOP THE BOMB.

Vortrag mit Roger Behrens + Konzert
Stell Dir vor, es ist Revolution, und alle gehen hin – aber keiner macht sie!
Kritik der Popkulturindustrie

23.Januar 19 Uhr | Produzentengalerie Landshut

Die Konsumenten wissen, mit was für einen Schrott sie von der Kulturindustrie im Großen und Ganzen beliefert werden: »die vollends durchschauten Kulturwaren« (Adorno / Horkheimer) bezeichnen die Erweiterung der Kulturindustrie zur Reklameindustrie. Selbstverständlich gehört zur Unterhaltung dazu, dass man irgendwie auch über die Dinge Bescheid weiß und sich kritisch gibt. 
Seit den 1950er Jahren wurde solche »Kritik« unter dem Vorzeichen des Pop sukzessive als eine Art von ästhetischem Verbraucherschutz installiert: die reflexive Vergewisserung darüber, dass der Spaß, den man sich könnt, eigentlich ziemlich blöd ist, ist heute endgültig Programm: selbst das Feuilleton der konservativen Zeitungen ist voll mit Verbalradikalismen, jede Band, die etwas auf sich hält, gibt sich provokativ und findet den Kapitalismus doof, zwischen Youtube und Facebook tummeln sich Ressentiments ebenso wie Revolutionsparolen. Hauptsache laut. Die Stimme des realen Humanismus, die Kultur auch als Kommunismus verteidigt, ist kaum noch zu hören – und wenn doch, dann klingt sie lächerlich. Was ist hier los?
Der Vortrag versucht darauf systematische wie historische Antworten zu geben, zur Diskussion.

Konzert:
Clemens Dannenbeck (Piano)
Open Border Land. Eine freie Interpretation
Dualhead (Free-Jazz-Improvisationen)
DJ Biss Wurm (abwegiges & absonderliches)

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Ringvorlesung im Sommersemester 2015 http://invisibleborders.blogsport.de/2015/03/25/ringvorlesung-im-sommersemester-2015/ http://invisibleborders.blogsport.de/2015/03/25/ringvorlesung-im-sommersemester-2015/#comments Wed, 25 Mar 2015 10:59:04 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2015/03/25/ringvorlesung-im-sommersemester-2015/ Anetta Kahane: „Refugees Welcome – Wie gemeinsam Willkommenskultur gestaltet werden kann“
01. April 2015 , 19:00 Uhr | Hochschule Landshut ZH 012/013
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Stephan Dünnwald: „Europäische Flüchtlingspolitik nach Lampedusa“
08. April 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Fanny Müller-Uri: „Es herrscht Ver|wir|rung im Abendland“
22. April 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Markus End: „Was heißt denn hier „Armutszuwanderung“?
13. Mai 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
Facebook

Christian Peucker: „Geflüchtete Kinder und Jugendliche und Kinder- und Jugendhilfe“
20.Mai 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
Facebook

Matthias Weinzierl: „Über das Projekt Bellevue di Monaco“
03. Juni 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Marianne Schulze: „Flüchtlinge mit Behinderungen: die unsichtbare Diskriminierung“
24. Juni 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Podiumsgespräch: „Willkommenskultur in Deutschland – Wer flüchten darf entscheiden wir!“
01. Juli 2015, 19:00 Uhr | Hochschule Landshut BS 002
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Die Auflösung von Grenzen in einer globalisierten Welt ist eine Illusion, die sich als obsolet erweist, sobald man sie vor dem Hintergrund der politischen Umgangspraxen mit geflüchteten Menschen und der entsprechenden politischen wie gesellschaftlichen Diskussion über Migration betrachtet. Vorteile entstehen lediglich für den von globalen Konzernen betriebenen kapitalistischen Warenverkehr, wie für Angehörige privilegierter Staaten. Das Versprechen einer weltweiten Nivellierung des Wohlstands, wird durch die schonungslose Realität anwachsender kriegerischer Konflikte negiert. Die vollendete Negation emanzipatorischer Entwicklung findet in den grenzenlosen Kämpfen fundamentalistischer Gruppierungen und mörderischer Racket-Herrschaften auf tragische Weise zu sich selbst. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verwerfungen in den arabischen und afrikanischen Staaten, lässt sich Migration immer weniger steuern. Dennoch versuchen die westlichen Staaten, vor Krieg und Terror geflüchteten Menschen, weiterhin in alt bekannter Manier mit Ausgrenzung und Ausschluss zu begegnen.
In der medialen wie politischen Vermittlung dieser Bewegungen sind dabei vermehrt kulturalistische Ressentiments zu finden, die in unverhohlen rassistischen Szenarien vor Überfremdung warnen, migrationsgesellschaftliche Realität ausblendend. Im Rahmen der Ringvorlesung, die in Kooperation der Studierendengruppe (in)visible borders mit der Fakultät Soziale Arbeit entstand, soll es darum gehen durch Vorträge eine Plattform für eine kritische Auseinandersetzung mit ideologisch aufgeladenen Praktiken gesellschaftlicher Exklusion zu schaffen.

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Anetta Kahane: „Refugees Welcome – Wie gemeinsam Willkommenskultur gestaltet werden kann“
Anetta Kahane ist Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio Stiftung. Sie ist aufgewachsen in Ost-Berlin und arbeitete als Lateinamerikawissenschaftlerin in der DDR. Als erste und einzige Ausländerbeauftragte des Magistrats von Ost-Berlin warnte sie eindrücklich vor den Gefahren des Rechtsextremismus. 1991 gründete sie die RAA e.V. für die neuen Bundesländer (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie). Als Geschäftsführerin engagierte sie sich hier u.a. für Demokratisierungsprozesse an Schulen und interkulturelle Pädagogik. 1998 gründet Anetta Kahane die Amadeu Antonio Stiftung, deren Kuratoriumsvorsitzende sie war. Seit 2003 ist sie hauptamtliche Vorsitzende der Stiftung. Im Sommer 2002 wurde Anetta Kahane mit dem Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet.
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Stephan Dünnwald: „Europäische Flüchtlingspolitik nach Lampedusa“
Der Tod hunderter Flüchtlinge vor der italienischen Insel Lampedusa im Oktober 2013 ist eine der Zäsuren in der Flüchtlingspolitik Europas. Viele Politiker zeigten sich geschockt und beteuerten, Lampedusa dürfe sich nicht wiederholen. Heute wissen wir es besser. Der Vortrag greift einige wesentliche Aspekte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) auf, das Dublin Verfahren, die Frage einer Teilung der Verantwortung für Flüchtlinge, und den Widerspruch
zwischen Flüchtlingsschutz und Grenzsicherung.

Mit Dr. Stephan Dünnwald (Bayerischer Flüchtlingsrat und Labor für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung an der Uni Göttingen)
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Fanny Müller-Uri: „Es herrscht Ver|wir|rung im Abendland“
Nach den Anschlägen von Paris hat in Europa der antimuslimische Rassismus eine weitere Konjunktur erfahren. Das Phänomen ist nicht bloßes Vorrecht der Rechten, sondern findet in weiten Teilen der Gesellschaft Anschluss. So werden Terror und Gewaltbreitschaft, aber auch Homophobie und Sexismus vermehrt mit MuslimInnen in Verbindung gebracht. In dem Vortrag wird der Annahme einer „Islamisierung Europas“ die „Islamisierung der Debatten“ -in denen real existierende gesellschaftliche Probleme zu Problemen der vermeintlich „muslimisch Anderen“ gemacht werden – theoretisch und politisch entgegengehalten.

Fanny Müller-Uri ist politische Aktivistin und arbeitet als Trainerin und Wissenschafterin in Wien. Ihre Schwerpunkte sind kritische Rassismusforschung, postkoloniale Kritik und feministische Theorie und Praxis.
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Markus End: „Was heißt denn hier „Armutszuwanderung“?

Die Funktion des Antiziganismus in aktuellen Migrationsdebatten
In den letzten Jahren wurde in den deutschen Medien eine gesellschaftliche Debatte über die Folgen einer sogenannten „Armutszuwanderung“ ausgefochten, die zahlreiche antiziganistische Elemente aufweist. Im Vortrag soll diese Debatte und insbesondere die mediale Berichterstattung genauer untersucht und kritisiert werden. Abschließend wird auf die migrationspolitischen Schlußfolgerungen und die Gefahren der Debatte eingegangen.
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Christian Peucker: „Geflüchtete Kinder und Jugendliche und Kinder- und Jugendhilfe“

Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Deutschland unter schwierigen Bedingungen und mit der fehlenden Gewissheit, in Deutschland bleiben zu können. Die Kinder- und Jugendhilfe hätte vielfältige Möglichkeiten, sie und ihre Eltern durch ihre Angebote (z.B. Kindergarten, Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung) und Lobbyarbeit zu unterstützen.
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Matthias Weinzierl: „Über das Projekt Bellevue di Monaco“
Bellevue di Monaco ist ein sozialraumorientiertes Projekt, das mitten in München als ein Leuchtturm für Offenheit und gelebte Solidarität stehen soll. Hier entsteht hoffentlich ein Ort, an dem Menschen aus unterschiedlichen kulturellen wie sozialen Milieus wohnen und arbeiten, sich begegnen und unterstützen. Hier finden Flüchtlinge Beratung, junge Menschen sollen für den Schritt in selbständiges Wohnen einen integrativen Wohnort finden und Familien mit Fluchthintergrund sollen nach dem Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Stadt Fuß fassen können.
Außerdem angefragt: Grand Hotel Cosmopolis Augsburg
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Marianne Schulze: „Flüchtlinge mit Behinderungen: die unsichtbare Diskriminierung“

Unter den vielen Zuschreibungen, die Flüchtlinge erfahren, fehlt eine fast durchgehen: Behinderung. Neben den „wenig sichtbaren“ Behinderungen wie z.B. Gehörlosigkeit oder intellektueller Beeinträchtigung, sind es vor allem die Konsequenzen von Krieg und Flucht: Traumata, die oft tiefgreifende psychische, aber auch physische Spuren hinterlassen. Die Ergebnisse einer ersten globalen Studie von UNHCR – dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen – belegen die Unsichtbarkeit der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen deutlich.
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Podiumsgespräch: „Willkommenskultur in Deutschland – Wer flüchten darf entscheiden wir!“

Die Zahl der Asylsuchenden ist im Vergleich zur Mitte der 2000er Jahre deutlich gestiegen.vIm Jahr 2014 waren es fast 180.000 Asylerstanträge. Da die Regierungsbezirke und einzelne Landkreise Unterbringungskapazitäten in den letzten Jahren konsequent abgebaut haben, obwohl die Zahle der Asylsuchenden im Steigen begriffen war, muss nun händeringend nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden. Das bei der Verteilung und Versorgung entstandene Chaos wird von Seiten der Politik oftmals mit dem Ruf nach
ehrenamtlichen Engagement und dem inflationären Begriff der „Willkommenskultur“, die auch von Seiten der Bevölkerung zu schaffen sei, kaschiert. Auf der anderen Seite werden die Rechte von Geflüchteten abgebaut, wie die Sichere Drittstaatenregelung offenkundig zeigt. Zudem sind die Betroffenen weiterhin der Willkür von Behörden ausgesetzt und
werden immer wieder Zielscheibe eines gesamtgesellschaftlichen Rassismus. So wird
im öffentlichen Diskurs um „Armutszuwanderung“ und „Wirtschaftsflüchtlinge“ eine Unterteilung in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge vorgenommen, die auch von der Politik so forciert wird. Gleichzeitig gehört rassistische Gewalt zum bitteren Alltag von
Geflüchteten. Einer Datenerhebung von Pro Asyl und der Amedeu Antonio Stiftung zufolge, kam es im letzten Jahr zu 77 Übergriffen auf Flüchtlinge und zu 35 Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünften, ganz zu schweigen von der rassistischen Hetze, die sich z.B. in der Pegida-Bewegung manifestiert.
In dem Podiumsgespräch wollen wir uns den Lebensrealitäten von Geflüchteten annähern
und uns mit den Erfahrungen, die Betroffene mit der „deutschen Willkommenskultur“
gemacht haben, auseinandersetzen.

Auf dem Podium diskutieren:

Nurjana Ismailova
lebt seit 12 Jahren im niedersächsischen Gifhorn. Über die Hälfte ihres Lebens lebte sie als Geduldete im deutschen Lagersystem mit der ständigen Angst vor der drohenden Abschiebung und Arbeits- und Ausbildungsverbot. Nach einer jahrelangen bundesweiten Kampagne hat sie inzwischen eine Aufenthaltsgenehmigung und besucht die Fachschule Sozialpädagogik.

Nevroz Duman
ist Mitglied des Vorstands der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL. Sie engagiert sich ehrenamtlich bei der Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ (JoG), einem Zusammenschluss jugendli-
cher Flüchtlinge, die sich für die Verbesserung des Bleiberechts einsetzen. Sie lebt in Hessen, wo sie beruflich Flüchtlinge und Asylsuchende begleitet und betreut.

Uche Akpulu
ist Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrates und
Mitbegründer des Arbeitskreises Panafrikanismus München e.V. Zudem ist er seit 2010 gewähltes Mitglied des Ausländerbeirates der Landeshauptstadt München.

Astride Velho
ist Erzieherin, Diplom Psychologin, Lehrbeauftragte und Autorin. Sie hat im Flüchtlings- und Mgrationssozialbereich gearbeitet. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Landshut/Fakultät Soziale Arbeit für das Projekt „Bildungsbausteine gegen Muslimfeindschaft“ tätig. Ihre Dissertation hat sie zum Thema „Alltagsrassismus erfahren: Prozesse der Subjektbildung – Potentiale der Transformation“ in den Erziehungswissenschaften absolviert.

Mit GebärdendolmetscherInnen

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Buchvorstellung und Diskussion mit Jörg Kronauer http://invisibleborders.blogsport.de/2015/01/09/buchvorstellung-und-diskussion-mit-joerg-kronauer/ http://invisibleborders.blogsport.de/2015/01/09/buchvorstellung-und-diskussion-mit-joerg-kronauer/#comments Fri, 09 Jan 2015 15:17:13 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2015/01/09/buchvorstellung-und-diskussion-mit-joerg-kronauer/ Am Sonntag den 01.02.2015 um 15:00 Uhr im Kleinen Theater Landshut.
Veranstalter*innen: Kleines Theater und (in)visible borders

Die Ukraine hat eine dramatische Entwicklung erlebt, seit im November 2013 die ersten Proteste auf dem Majdan begannen: Massenproteste mündeten in den Sturz der Regierung, der wiederum zur Spaltung des Landes und in den Bürgerkrieg führte. Mühsam wird nun der Waffenstillstand zumindest offiziell aufrecht erhalten; ökonomisch steht die Ukraine vor dem Zusammenbruch. Wenig thematisiert wird der Anteil, den der Westen an der Entwicklung hatte. Dabei haben vor allem Deutschland und die Vereinigten Staaten maßgeblich zu ihr beigetragen – vorwiegend aus geostrategischen Motiven und ohne Rücksicht auf die Folgen für die ukrainische Bevölkerung. Was den Westen dazu trieb, die Ukraine auf seine Seite zu ziehen, wie er dies tat und welche Folgen das für die Menschen in der Ukraine wie auch für die Weltpolitik hat – darum soll es bei der Veranstaltung gehen.

Mitte Dezember erscheint als konkret Texte-Band 66 ein Buch von Jörg Kronauer (mit einem historischen Überblick von Erich Später): »Ukraine über alles!« Ein Expansionsprojekt des Westens. Der Band hat ca. 210 Seiten und kostet 19,80 Euro.

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Überblick der kommenden Veranstaltungen im Wintersemester 2014/2015 http://invisibleborders.blogsport.de/2014/11/27/ueberblick-der-kommenden-veranstaltungen-im-wintersemester-20142015/ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/11/27/ueberblick-der-kommenden-veranstaltungen-im-wintersemester-20142015/#comments Thu, 27 Nov 2014 13:12:55 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2014/11/27/ueberblick-der-kommenden-veranstaltungen-im-wintersemester-20142015/ Vortrag und Workshop: Einführung in die Kritische Theorie
10. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Vortrag und Diskussion: Vorurteile gegenüber Geflüchteten in Deutschland und Europa
16. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Vortrag und Diskussion: Politik und Terror: Versuch einer Analyse des Aufstiegs der IS-Terrormiliz
08. Januar 2015, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002
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Wir als Studierende der Fakultät Sozialer Arbeit verstehen uns als Zusammenschluss, der offensichtliche und versteckte Grenzen und Hürden dieser Gesellschaft aufzeigen will.
Hierzu organisieren und veranstalten wir Vorträge und Workshops mit Einflüssen aus den Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit. Unsere Angebote richten sich jedoch nicht nur an Angehörige der Profession Sozialer Arbeit, sondern an alle Interessierten.
Falls ihr Interesse daran habt uns und unsere Inhalte näher kennenzulernen oder Interesse an einer Mitarbeit bei uns besteht, laden wir euch zu unserem Offenen Treff ein. Dieser findet während der Vorlesungszeit an jedem ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr im Schwarzen Hahn statt.

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Vortrag und Workshop
Einführung in die Kritische Theorie

10. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Der offene Vortrag soll einen Einblick in die Kritische Theorie bieten, wie sie vornehmlich von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno entwickelt wurde. Neben einer geschichtlichen Herleitung und der kurzen Bezugnahme auf theoretisch Referenzen, wie das Werk von Marx und Freud, soll in einem Workshop-Setting auf zentrale Fragen eingegangen werden, mit denen sich die Autoren in ihrem Werk beschäftigten. Weshalb konnte die aus der Aufklärung resultierende Selbstbehauptung des Subjekts und die Befreiung des Menschen von übermächtigen Gewalten in Barbarei regredieren, anstatt in einem vernünftigen Zustand der Welt zu münden und was bedeutet vor dem Hintergrund des Ausbleibens einer emanzipatorischen Revolution Adornos oft aufgegriffene Formulierung von der „Wendung aufs Subjekt“? Der Vortrag wird sehr offen und flexibel gestaltet, sodass die Teilnahme nicht von Vorkenntnissen abhängig ist.

Mit: Till Seidemann (Mitglied von (in)visible borders und Sozialpädagoge (BA))

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Vortrag und Diskussion
Vorurteile gegenüber Geflüchteten in Deutschland und Europa

16. Dezember 2014, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Anlässlich der gestiegenen Zahl von Asylsuchenden in Deutschland wird vielerorts über die Unterbringung von und den Umgang mit Flüchtlingen gestritten. Oft sind dabei rechte Hetzer und jede Menge rassistische Ressentiments am Werk. Aber auch aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft wird versucht in „Gute“ und „Schlechte“ Flüchtlinge zu unterteilen und das gesellschaftliche Klima insgesamt nach rechts zu verschieben. Schon kommt es wieder zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffen auf Geflüchtete. Das aktuelle Chaos in der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen, gerade in Bayern, hat aber eher zu einer Welle der Solidarität und des ehrenamtlichen Engagements denn zu rassistischer Ablehnung geführt. Es wehren sich immer mehr und mehr Menschen gegen die Hetze und den aufkeimenden Rassismus und setzen sich für Flüchtlinge ein. Sie haben nicht nur die Menschlichkeit, sondern auch die Fakten auf ihrer Seite.

Mit: Markus Geisel (Mitglied von (in)visible borders, Sozialpädagoge (BA) und beim Bayerischen Flüchtlingsrat)

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Vortrag und Diskussion
Politik und Terror: Versuch einer Analyse des Aufstiegs der IS-Terrormiliz

08. Januar 2015, 18.45 Uhr I Hochschule Landshut, Raum BS 002

Die Terrormiliz Islamischer Staat wurde hierzulande erst wahrgenommen, als sie mit einem raschen Eroberungszug die irakische Großstadt Mossul eingenommen hat. Dies war ein spektakulärer Auftritt auf die politische Bühne und damit begann zugleich auch die Verfolgung und Auslöschung der yezidischen und christlichen Minderheiten in den von ihr eroberten Regionen. Inzwischen kontrolliert IS-Terrormiliz große Teile von Irak und Syrien, wo sie eine Schreckensherrschaft errichtet hat. In dem Vortrag geht es darum, die historischen, politischen und sozialen Hintergründe des raschen Aufstieges der IS-Terrormiliz aus einer gesellschaftskritischen Perspektive zu analysieren. In diesem Zusammenhang wird einerseits der religiöse Diskurs in den Gesellschaften des Nahen Osten ebenso wie die repressive Politik der gegenwärtigen Regime einer kritischen Betrachtung unterzogen. Andererseits wird aber auch die Frage nach der Rolle und den Auswirkungen des westlichen Kolonialismus sowie der gegenwärtigen Politik des „Westen“ im Nahen Osten näher beleuchtet.

Mit: Prof. Dr. Mihri Özdoğan (Professor an der Hochschule Landshut)

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Workshop „Film ab“ -Methoden der Jugendbildungsarbeit gegen Antisemitismus http://invisibleborders.blogsport.de/2014/06/28/workshop-film-ab-methoden-der-jugendbildungsarbeit-gegen-antisemitismus-2/ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/06/28/workshop-film-ab-methoden-der-jugendbildungsarbeit-gegen-antisemitismus-2/#comments Sat, 28 Jun 2014 10:15:04 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2014/06/28/workshop-film-ab-methoden-der-jugendbildungsarbeit-gegen-antisemitismus-2/ 02.Juli 2014, 11.20 Uhr | Hochschule Landshut

Workshop „Film ab“ -Methoden der Jugendbildungsarbeit gegen Antisemitismus

Mit:
Renate Pulz und Jenny Howald

Das Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. ist in der politischen Bildungsarbeit tätig. Seit drei Jahren setzen sich Jugendliche im Rahmen des Projekts „Film ab!“ filmisch mit aktuellem Antisemitismus auseinander. Dabei sind über 40 unterschiedliche Filme entstanden. Im Workshop wird eine Auswahl der Clips präsentiert. Im Anschluss werden Methoden für die Jugendbildungsarbeit vorgestellt.


Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

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Vernissage zur Ausstellung:“Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/04/16/vernissage-zur-ausstellungein-teil-von-uns-spurensuche-schicksale-landshuter-juden/ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/04/16/vernissage-zur-ausstellungein-teil-von-uns-spurensuche-schicksale-landshuter-juden/#comments Wed, 16 Apr 2014 10:39:21 +0000 Administrator Allgemein Ausstellung http://invisibleborders.blogsport.de/2014/04/16/vernissage-zur-ausstellungein-teil-von-uns-spurensuche-schicksale-landshuter-juden/ 28. April 2014, 18.30 Uhr | Hochschule Landshut


Vernissage zur Ausstellung: „Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“ der Schüler*innen des P-Seminars Geschichte des Hans Carossa Gymnasiums

Mit:
den Schüler*innen und Lehrer*innen des P-Seminars sowie dem Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, Prof. Dr. Stefan Borrmann.

Anlässlich des 75 jährigen Gedenkens der Reichspogromnacht erstellte das P-Seminar Geschichte unter der Leitung von Herrn Gervasoni die Ausstellung „Ein Teil von uns – Spurensuche: Schicksale Landshuter Juden“. Gelungen wird hier die Möglichkeit geschaffen, Hintergründe über die Judenverfolgung in Landshut im Allgemeinen als auch über die Biographien von jüdischen Familien zu erfahren.
Die Ausstellung kann werktags bis zum 08.05.2014 am Lichthof der HAW im Rahmen der Hochschulöffnungszeiten besucht werden.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartner*Innen und Unterstützer*Innen:

Rosa Luxemburg Stiftung/ Kurt Eisner Verein
Petra Kelly Stiftung
Kommunale Jugendarbeit Landkreis Landshut
Amadeu Antonio Stiftung
Anne Frank Fonds
Dr. Hildegard Hansche Stiftung
Hans Böckler Stiftung
IG Metall
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Hochschule Landshut
Studierendenvertretung Landshut

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Thementag 8.Mai dem Tag der Befreiung “ Wider das Vergessen und Verdrängen“ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/thementag-8-mai-dem-tag-der-befreiung-wider-das-vergessen-und-verdraengen/ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/thementag-8-mai-dem-tag-der-befreiung-wider-das-vergessen-und-verdraengen/#comments Fri, 28 Mar 2014 13:36:26 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/thementag-8-mai-dem-tag-der-befreiung-wider-das-vergessen-und-verdraengen/ 08. Mai 2014, 18.00 Uhr | Hochschule Landshut, Audimax


Thementag 8.Mai dem Tag der Befreiung “ Wider das Vergessen und Verdrängen“

Programm:
18.00 Uhr – Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Stoffel, den Präsidenten der Hochschule und Herrn Rampf, den Oberbürgermeister der Stadt Landshut.

18.15 Uhr Podiumsgespräch zum Thema „Die Zukunft der Erinnerung“ mit der Auschwitz Überlebenden Esther Bejarano, ihrem Sohn Joram Bejarano und dem Pädagogen und Rapper Kutlu Yurtseven. Moderiert von Prof. Dr. Stefan Borrmann, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit

19.45 Uhr Lesung von Esther Bejarano aus ihrem Buch „Wir leben trotzdem“

20.15 – 20.30 Pause zum kurzen Austausch, Verarbeiten und zur Stärkung am Buffet.

20.30 – 22.00 Konzert mit „Bejarano und Microphone Mafia“

22.00 – 23.30 -Ausklang mit DJ MFDO

Der Thementag 8. Mai: „Wider das Vergessen und Verdrängen“ ist ein Versuch, der Grenzziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart entgegenzuwirken. Um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Geschichte, durch welche die Wiederholung des Nationalsozialismus zu verhindern wäre, anzustoßen, möchten wir Interessierten die Möglichkeit geben, sich auf sachlicher, kultureller und zwischenmenschlicher Ebene mit der Vergangenheit und ihren Nachwirkungen auseinanderzusetzen.

Details zum Programm und den Personen:

Podiumsgespräch.
Herr Prof. Dr. phil Borrmann befindet sich im Gespräch mit Esther und Joram Bejerano sowie Kutlu Yurtseven. Hierbei werden die Erfahrungen Esther Bejaranos bezüglich ihres Lebens im Land der Täter_innen sowie die politischen und pädagogischen Möglichkeiten gegen das Vergessen und Verdrängen betrachtet.

Joram Bejarano
Joram Bejarano ist Berufsmusiker und gründete gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester Anfang der 1980er Jahre die Band Coincidence und gestaltet heute das Projekt Bejarano & Microphone Mafia mit.

Kutlu Yurtseven
Kutlu Yurtseven arbeitet als Pädagoge und ist als Rapper bei der Band Microphone Mafia kreativ tätig. Mittels der Förderung von Selbstwertgefühl und Sprache versucht er, Jugendliche zu befähigen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Zudem hält er Vorträge und leitet Fortbildungen an Universitäten und Schulen zur „intermenschlichen“ Verständigung.

Esther Bejarano
Esther Bejarano ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Auschwitz Mädchenorchesters.
Sie wurde 1941 in das Zwangsarbeitslager Neuendorf und dann 1943 nach Auschwitz deportiert. Durch ihre Meldung zum Mädchenorchester konnte sie dem Tod und der körperlichen Zwangsarbeit entgehen. Nach ihrer Verlegung ins KZ Ravensbrück konnte sie 1945 von einem Todesmarsch fliehen.
Nach dem Krieg emigrierte sie nach Israel, kehrte aber nach 15 Jahren gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland zurück.
Esther Bejarano ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Auschwitz Komitees, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA und Trägerin zahlreicher Auszeichnungen wie zum Beispiel des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse.
Bis heute ist sie aktiv im Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus.

Bejarano & Microphone Mafia
Microphone Mafia wurde 1989 als multilinguales Rap-Projekt gegründet. Im Jahr 2009 schlossen sie sich mit Coincidence zusammen und verbinden seither die Erfahrungen einer Überlebenden des Nationalsozialismus mit aktuellen Momenten des Widerstands gegen Faschismus, Rassismus und Neonazismus.
Dabei trifft traditionelle jiddische Musik auf modernen HipHop, Lieder aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus verbinden sich mit Lyrics aus acht verschiedenen Sprachen. Auch wenn manche Stücke betroffen machen, so strahlen die meisten Optimismus aus, sind so vielschichtig wie das Leben selbst, und trotz aller Höhen und Tiefen ein uneingeschränktes „Ja!“ zum Leben.

Weiterführende Links: hier und hier
Informationen zur Lesung hier
Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartner*Innen und Unterstützer*Innen:

Rosa Luxemburg Stiftung/ Kurt Eisner Verein
Petra Kelly Stiftung
Kommunale Jugendarbeit Landkreis Landshut
Amadeu Antonio Stiftung
Anne Frank Fonds
Dr. Hildegard Hansche Stiftung
Hans Böckler Stiftung
IG Metall
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Hochschule Landshut
Studierendenvertretung Landshut

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Überblick der kommenden Veranstaltungen der Reihe „(in)visible borders“ im Wintersemester 2012/2013 http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/veranstaltungen-der-reihe-invisible-borders-im-wintersemester-20122013/ http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/veranstaltungen-der-reihe-invisible-borders-im-wintersemester-20122013/#comments Fri, 28 Mar 2014 13:35:18 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2014/03/28/veranstaltungen-der-reihe-invisible-borders-im-wintersemester-20122013/

07.11.2012, 18:45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

„Das europäisches Grenzregime zwischen arabischen Frühling und Krise“

Mit: Bernd Kasparek (Mitherausgeber des Sammelbandes „Grenzregime. Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa“ und promoviert in Göttingen im Bereich der kritischen Migrationsforschung)

28.11.12, 18:45 Uhr im Kinoptikum

Filme:

„Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

  • Die Massaker von Sétif – Ein anderer 8. Mai, OmU

Dokumentation, 53 Minuten; Frankreich 2003; Regie: Mehdi Lallaoui/Bernard Langlois. 

 

  • Auch Afrikaner haben das Elsass befreit, OmU

Dokumentation, 26 Minuten; Frankreich 1994; Regie: Jean Marie Fawer 

12. Dezember 2012, 18.45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

 


„Die Einsamkeit Israels – Der globale Antisemitismus und die aktuelle Situation im Nahen Osten“

 

Mit: Dr. Stephan Grigat (Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Universität Wien)

13. Dezember 2012, 11:00 Uhr

Seminar:

„Kritik des Antisemitismus – Kritische Theorie des Zionismus“

 

Mit: Dr. Stephan Grigat

09. Januar 2013, 18.45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

„Die Auslöschung geschlechtlicher und sexueller Ambiguität seit der europäischen Moderne“

 

Mit: Heinz Jürgen Voss (Forscher zu historischen und aktuellen biologischen und medizinischen Geschlechtertheorien und ihrer gesellschaftlichen Einbindung)

16.01.2013, 18:45 Uhr

Vortrag und Diskussion:

 

„Antiziganistische Zustände“

 

Mit: Markus End (Mitherausgeber des Sammelbandes \“Antiziganistische Zustände\“ und promoviert in Berlin zu Semantiken des Antiziganismus)

Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr in Kürze auf dem Flyer und regelmäßig hier auf dem Blog

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Vortrag und Film am 3.7.2013: Das Problem heißt Rassismus http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/17/vortrag-und-film-am-3-7-2013-das-problem-heisst-rassismus/ http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/17/vortrag-und-film-am-3-7-2013-das-problem-heisst-rassismus/#comments Mon, 17 Jun 2013 21:50:35 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/17/vortrag-und-film-am-3-7-2013-das-problem-heisst-rassismus/ 03.07.2013, 20:30 Uhr|Kinoptikum Landshut

Vortrag der Karawane für Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen München und der Film „The Trues lies in Rostock“

Im Mai dieses Jahres jähren sich zwei historische Ereignisse zum zwanzigsten Mal: Die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch den sogenannten „Asylkompromiss“ und der rassistisch motivierte Brandanschlag auf das Haus der Familie Genc in Sollingen 1993, durch den fünf Familienmitglieder getötet wurden. Diese Ereignisse geschahen in einer rassistischen Atmosphäre, in der Politik und Öffentlichkeit Angst und Hass gegenüber Migrant_innen schürten und rassistische Gewalt verharmloste, während im allgemeinen Einheitstaumel deutscher Nationalismus wieder salonfähig wurde.

Aber dennoch sollte die Zeit der frühen Neunziger nicht isoliert als bloße historische Etappe betrachtet werden: So können die Progrome der Neunziger nicht ohne die Weg bereitenden Stimmungen und Politiken der siebziger und achtziger Jahre verstanden werden. Außerdem lassen sich heute weitere rassistische Kontinuitäten, zum Beispiel im Diskurs um „Armutseinwanderung aus Osteuropa“ erkennen.

An diesem Abend wollen wir diese rassistischen Kontinuitäten in der BRD seit den siebziger Jahren nachzeichnen und anschließend den Film „The Truth lies in Rostock“ von 1993 über das Progrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 zeigen. (Dokumentarfilm von Mark Saunders und Siobhan Cleary, BRD, Großbritannien 1993, 78min)
Die beiden Referenten sind bei der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen München aktiv.

Die Veranstaltung ist auch auf facebook zu finden.

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Vortrag mit Alice Halmi: Zwangspsychiatrie im Widerspruch zu den Selbstbestimmungsrechten http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/02/vortrag-mit-alice-halmi-zwangspsychiatrie-im-widerspruch-zu-den-selbstbestimmungsrechten/ http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/02/vortrag-mit-alice-halmi-zwangspsychiatrie-im-widerspruch-zu-den-selbstbestimmungsrechten/#comments Sun, 02 Jun 2013 16:29:20 +0000 Administrator Allgemein http://invisibleborders.blogsport.de/2013/06/02/vortrag-mit-alice-halmi-zwangspsychiatrie-im-widerspruch-zu-den-selbstbestimmungsrechten/ 12. Juni 2013, 18.45 Uhr | Hochschule Landshut, BS 002

Vortrag & Diskussion:
Zwangspsychiatrie im Widerspruch zu den Selbstbestimmungsrechten

Mit: Alice Halmi (Politologin und seit langem engagiert beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener BerlinBrandenburg e.V. und bei der Irren-Offensive e.V. im Werner-Fuß- Zentrum in Berlin)

Thema dieses Vortrags ist das Aufzeigen der gesellschaftspolitischen und rechtlichen Unterscheidung zwischen ‚Normal‘-BürgerInnen und der Anderen, die aufgrund einer psychiatrischen Diagnose ihrer elementaren (Menschen-)Rechte enteignet werden. So wird Letzteren, im Status der angeblich „psychisch Kranken“ letztendlich auch ihr Menschsein aberkannt. Sie werden zwangsweise weggesperrt, zwangsbehandelt und mittels „rechtlicher Betreuung“ entmündigt. Ausgegrenzt und nicht ernst genommen, werden sie von der Psychiatrie (einschließlich ihres gemeindepsychiatrischen Apparates und durch sonstige Instanzen) der Verantwortung für ihr Denken, ihre Handlungen und so der Sorge um sich enthoben.
Andererseits sollen sie nach Durchlaufen der Psychiatrie wieder als Arbeitskraft zur Verfügung stehen und sich in das gängige und gleichzeitig schwerlich definierbare Bild eines „gesunden“ Menschen einfügen und den gesellschaftlichen Normen anpassen. Herrschende Meinung sowie herrschendes Paradigma in der Medizin und der Psychologie ist, dass dies zum „Wohle“ der Betroffenen geschehe und ein therapeutischer Vorgang sei. Im Widerspruch dazu steht nicht nur das auch grundrechtlich verankerte Selbstbestimmungsrecht, sondern das ansonsten in der Medizin geltende Prinzip des „informed consent“ (informierte Zustimmung).
Alice Halmi wird in ihrem Vortrag die Praxis der Zwangspsychiatrie skizzieren, einen Überblick derer gesetzlichen Grundlagen geben und den Widerspruch zu den Grund- und Menschenrechten (wie auch der UN Behindertenrechtskonvention) benennen und den TeilnehmerInnen der Veranstaltung zur Diskussion stellen sowie – je nach Interesse – verbundene Themen. Abrundend wird die PatVerfü, das unter www.patverfue.de nichtkommerziell herausgegebene Formular einer Patientenverfügung, als schützendes Instrument zur Wahrung der Selbstbestimmung vorgestellt. Das offene Ende der Veranstaltung soll dann genügend Raum für die Besprechung diesbezüglicher Fragen bieten.

Wer sich schon vorab näher mit der Thematik auseinandersetzen möchte findet hier und hier Informationen zur einführenden Lektüre.

Die Veranstaltung ist auch zu finden auf facebook.

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